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Aktuelles in der Diabetologie

   
         

 

Wann hilft Menschen mit Diabetes eine OP?

Bereits jeder fünfte Erwachsene in Deutschland ist gemäß der Nationalen Verzehrstudie stark übergewichtig. Gut eine Million ist mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 40 sogar schwer adipös. Zahlreiche Betroffene leiden auch unter Diabetes Typ 2. Bleiben Ernährungs-, Bewegungs- und Psychotherapien auf die Dauer erfolglos, kann ihnen eine bariatrische Operation beim Abnehmen helfen. Im nächsten Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe erklärt Professor Dr. med. Jürgen Ordemann, für welche Patienten eine Magen-OP infrage kommen könnte. Der Leiter des "Zentrums für Adipositas und Metabolische Chirurgie" an der Charitè - Universitätsmedizin Berlin zeigt aber auch auf, für wen sie keine geeignete Option ist.
 

Cholesterin fördert das Gedächtnis des Immunsystems

Das Gedächtnis des menschlichen Immunsystems ist entscheidend für die Entwicklung von Impfstoffen. Nur wenn der Körper einen Krankheitserreger, mit dem er bereits in Kontakt gekommen ist, bei einer erneuten Infektion wiedererkennt, kann das Immunsystem effektiver gegen ihn kämpfen. Der Freiburger Immunbiologe Prof. Dr. Wolfgang Schamel vom Institut für Biologie III der Albert-Ludwigs-Universität konnte zusammen mit Kolleginnen und Kollegen entschlüsseln, wie das Gedächtnis des Immunsystems funktioniert. Die Ergebnisse wurden nun in den Fachzeitschriften Immunity und dem Journal of Biological Chemistry (JBC) veröffentlicht.
 

Entstehung des Bluthochdrucks und der Arteriosklerose durch Entzündungsprozesse im Fokus der Forschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz Fördergelder bewilligt, um die Zusammenhänge zwischen dem Immunsystem und Erkrankungen des Herzkreislaufsystems weiter zu erforschen. Das Hauptaugenmerk des aktuellen Forschungsvorhabens liegt auf der Krankheitsentstehung von Bluthochdruck und Arteriosklerose.
 

DDG kritisiert Trend zur "Reparaturmedizin": Zunahme von Herzeingriffen auch Folge unzureichender Diabetestherapie

Der kürzlich veröffentlichte Krankenhaus-Report 2013 der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) belegt, dass die Zahl der Eingriffe am Herzen in Deutschland zwischen den Jahren 2008 und 2010 um 25 Prozent gewachsen ist. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) führt diese Entwicklung auch auf eine unzureichende Diabetesbehandlung zurück. "Eine Therapie, die das individuelle Therapieziel für Blutzucker, LDL-Cholesterin und Blutdruck nicht erreicht, schädigt die Gefäße und lässt Eingriffe, etwa für einen Herzkatheter oder eine Bypass-Operation, häufig erst notwendig werden", betont Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der DDG.
 

Depressionen erhöhten das Risiko für Diabetes

Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass Depressionen ein unabhängiger Risikofaktor sind, im Laufe der nächsten Jahre neu an Diabetes zu erkranken. "Menschen, die unter einer Depression leiden, haben ein um 60 Prozent erhöhtes Risiko für eine Diabetes?Erkrankung", erläutert Prof. Ulrich Schweiger von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. "Zudem werden häufig ein schlechterer Verlauf des Diabetes und mehr Symptome wie Übergewicht, Bluthochdruck und Nervenschäden beobachtet."
 

Neue Medikamente? Mit Zuckerresten durch die Hornschicht

Laut einer in der amerikanischen Fachzeitschrift Proceedings of The National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Studie können bestimmte in der Natur vorkommende, große Moleküle die Haut schneller durchdringen, als es ihre Größe vermuten lässt.

 

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